Dr. Andreas Heimlich – Texte zum Download

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Berufliches Profil

Dissertation

Link Laufbahnentwicklung älterer IT-Berufstätiger - Berufliche Adaptabilität und Karrierestrategien von IT-Fachkräften im mittleren Erwachsenenalter (2008)

Magisterarbeit

Link Karriereorientierungen von Informatik-Fernstudenten
(Arbeits- und Organisationspsychologie, 2004)

Wissenschaftliche Hausarbeiten

Link IT-Berufe als Gegenstand der Burnoutforschung (Arbeits- und Organisationspsychologie, 2000)

Link Vorurteile gegenüber homosexueller Elternschaft (Sozialpsychologie, 2001)

Link Das Multilaterale Abkommen über Investitionen (Politikwissenschaft, 1999)

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PDF-Format Link Laufbahnentwicklung älterer IT-Berufstätiger - Berufliche Adaptabilität und Karrierestrategien von IT-Fachkräften im mittleren Erwachsenenalter (2008) [urn:nbn:de:hbz:708-682]

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PDF-Format Thesen zur Disputation (Zusammenfassung der Hauptergebnisse in 10 Thesen)

Im Mittelpunkt der Arbeit steht die berufliche Entwicklung älterer Berufstätiger aus dem Beschäftigungsbereich der Informationstechnik (IT), der vor allem im Teilgebiet der Softwareentwicklung überwiegend jugendlich geprägt ist und für Fachkräfte oberhalb eines Alters von etwa 40 Jahren nur noch eingeschränkte Laufbahnperspektiven bereithält. Das spezielle Forschungsinteresse gilt dabei den individuellen adaptiven Verhaltensweisen, mit denen IT-Fachkräfte im mittleren Erwachsenenalter versuchen, die besonderen Anforderungen und Probleme aus ihrer beruflichen Umwelt zu bewältigen und ihre Laufbahn in Richtung eigener beruflicher Präferenzen und Zielvorstellungen weiterzuentwickeln. Nach einer Analyse der spezifischen gesellschaftlichen, organisationalen und psychologischen Rahmenbedingungen der IT-Berufsarbeit wird die Thematik im Theorieteil in einen berufspsychologischen Kontext eingeordnet; dabei werden die vier derzeit bedeutendsten psychologischen Laufbahntheorien am Beispiel der IT-Berufstätigen auf ihre Anwendbarkeit im mittleren Erwachsenenalter überprüft. In einer Gegenüberstellung von Theorieansätzen aus verschiedenen Fachdisziplinen werden die unterschiedlichen begrifflichen Teilaspekte der beruflichen Adaptabilität genauer betrachtet und theoretisch fundiert. Als Beitrag zur aktuellen Diskussion wird dabei ein Vorschlag für ein integratives ressourcentheoretisches Rahmenmodell der beruflichen Adaptation entwickelt, mit dem gleichzeitig eine Rückführung der berufspsychologischen Theoriebildung hin zu einer stärker subjektorientierten Perspektive angeregt werden soll. Im empirischen Teil wird die berufliche Situation älterer IT-Berufstätiger anhand einer kleinen Stichprobe von neun Diplom-Informatikern und IT-Quereinsteigern exemplarisch betrachtet. Es werden unterschiedliche adaptive Verhaltensmuster erkennbar, die als Karrierestrategien für jeweils spezifische Formen der individuellen Laufbahngestaltung stehen. Der im Vergleich zu den Informatikern geringere adaptive Verhaltensspielraum der Quereinsteiger kann dabei auf eine insgesamt ungünstigere psychologische Ressourcensituation dieser Teilgruppe zurückgeführt werden. Aus praktischer Sicht erscheinen die vorhandenen betrieblichen Laufbahnkonzepte daher ergänzungsbedürftig um organisationsunabhängige Formen der individuellen Laufbahnberatung, die auf den Aufbau und die Erhaltung psychologischer Ressourcen zielen.


PDF-Format Karriereorientierungen von Informatik-Fernstudenten (2004, Inhaltsverzeichnis/Zusammenfassung; Volltext auf Anfrage)

Die Arbeit geht der Frage nach, welche Karriereorientierungen bei Informatik-Fernstudenten im fortgeschrittenen Grundstudium anzutreffen sind und wie diese Orientierungen - im Zusammenwirken mit weiteren persönlichen und situationsbezogenen Determinanten - tatsächlich in berufliche Laufbahnentscheidungen umgesetzt werden. Nach einer genaueren Bestimmung des Karrierebegriffs wird zunächst die Problemstellung in den Rahmen der wichtigsten psychologischen Karrieretheorien eingeordnet. Dem Themenschwerpunkt entsprechend folgt eine vertiefte Betrachtung der konzeptuellen Grundlagen und der Dimensionen von Karriereorientierungen. Dabei werden jeweils auch die Ergebnisse vorliegender Untersuchungen an Informatik-Studenten und Beschäftigten im IT-Bereich unter Bezug auf die Fragestellung diskutiert. In einem weiteren Kapitel wird analysiert, welcher Zusammenhang zwischen Karriereorientierungen und beruflichen Entscheidungen theoretisch erwartet werden kann. Im empirischen Teil werden die Ergebnisse der durchgeführten gemischt-methodischen Fallstudie auf Einzelfall- und Gruppenebene dargestellt und in einer Diskussion auf die eingangs diskutierten theoretischen Konzepte zurückbezogen. Insgesamt zeigte sich, dass in der Stichprobe eine Vielfalt individuell unterschiedlicher Karriereorientierungen anzutreffen war. Intrinsische, extrinsische sowie auf einen Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit gerichtete Orientierungen bildeten keine Gegensätze, sondern manifestierten sich in unabhängigen Konstruktdimensionen, die sich zusammen mit weiteren Dimensionen jeweils zu individuellen Profilen ergänzten. Andeutungsweise wurden drei Typen von Karriereorientierungsmustern erkennbar - Aufstiegsorientierung, Fachangestellten-Orientierung und technische Herausforderungsorientierung, die jedoch wegen der kleinen und speziellen Stichprobe nicht verallgemeinert werden können. In den meisten Fällen stellte sich eine Korrespondenz zwischen den Inhalten der Karriereorientierungen und ihren Realisierungsmöglichkeiten in den gegenwärtig ausgeübten Tätigkeiten heraus, während die Tätigkeitsaspekte, mit denen Unzufriedenheit bestand, für die Orientierungen nicht zentral waren. Für die Erklärung und die Prognose beruflicher Entscheidungen scheinen die Karriereorientierungen insgesamt einen geringeren Wert zu besitzen als das berufliche Entwicklungsstadium.


PDF-Format IT-Berufe als Gegenstand der Burnoutforschung (2000)

In den Industrienationen hat die Informationstechnologie (IT) in den 1990er Jahren eine immer größere Bedeutung erlangt, gleichzeitig sind jedoch die Unternehmensführungen mit den Leistungen der IT-Abteilungen unzufrieden. Die Arbeit geht der Frage nach, ob der in der Fachpresse beschriebene Rückgang der Produktivität und der wachsende Personalmangel im Bereich der IT-Berufe möglicherweise auf Burnout zurückzuführen sein könnten, das als eine charakteristische Art von Erschöpfungszustand seit den 1970er Jahren vorwiegend im Bereich der sozialen Helferberufe beschrieben worden ist. Aktuelle Ergebnisse der Burnoutforschung lassen den Schluss zu, dass sämtliche Berufe, in denen sich Menschen psychisch in ihrer Arbeit engagieren, potentiell von Burnout betroffen sein können. Angesichts von Aufgaben, die häufig hohe Konzentration und intensive Arbeitsweisen erfordern sowie einer sehr hohen durchschnittlichen Leistungsmotivation ist dies für einen großen Teil der IT-Berufe anzunehmen. Mit einem Rückgang attraktiver Aufgabeninhalte sowie einem in den 1990er Jahren deutlich angestiegenen Stressniveau sind weitere Faktoren vorhanden, von denen ein Zusammenhang mit Burnout vermutet wird. Empirische Ergebnisse stützen die Vermutung, dass die IT-Berufe in erheblichem Ausmaß von Burnout betroffen sein könnten. In zukünftigen Untersuchungen wird verstärkt auf die Entstehungsprozesse von Burnout zu achten sein, um eine Abgrenzung von verwandten Konzepten, wie Depression und chronische Ermüdung vornehmen zu können. Dafür erscheint der verstärkte Einsatz von qualitativen Methoden und von Langzeitstudien erforderlich.


PDF-Format Vorurteile gegenüber homosexueller Elternschaft (2001)

In der Arbeit wird die Fragestellung verfolgt, welche Gründe hinter der verbreiteten Ablehnung homosexueller Elternschaft stehen könnten - auch im Vergleich zur gestiegenen Akzeptanz individueller homosexueller Verhaltensweisen. Zu diesem Zweck werden theoretische Ansätze und Forschungsergebnisse aus der sozialpsychologischen Vorurteilsforschung herangezogen und daraufhin überprüft, welchen Beitrag sie leisten können, um die Vorurteile gegenüber homosexueller Elternschaft zu erklären. Dabei wird das Thema mit (sozial-) psychologischen Begriffen und Konzepten erfasst und mit den jeweils wichtigen Forschungsergebnissen in Verbindung gebracht. Die verbreiteten Befürchtungen im Zusammenhang mit homosexueller Elternschaft werden als sachlich unhaltbares Vorurteil eingeordnet; anschließend werden die Funktionen und Strukturen dieses Vorurteils unter Heranziehung ausgewählter sozialpsychologischer Theorieansätze analysiert. Im Ergebnis spricht die durchgeführte Analyse im Einklang mit den wenigen empirischen Untersuchungen, die für diesen spezifischen Kontext vorliegen dafür, dass sowohl Stereotype als auch symbolische Überzeugungen wichtige Einflussfaktoren auf die Entstehung von Vorurteilen gegenüber homosexueller Elternschaft sind. Zusammengenommen können beide einen erheblichen Teil der Einstellungsvarianz aufklären. Dabei scheint die Persönlichkeitsvariable Autoritarismus entscheidend dafür zu sein, welcher der beiden Faktoren individuell überwiegend wirkt: Stereotype bei Niedrigautoritären und symbolische Überzeugungen bei Hochautoritären, wobei Hochautoritäre ein signifikant höheres Vorurteilsniveau aufweisen. Der Abbau von Vorurteilen und diskriminierenden Verhaltenswiesen, denen homosexuelle Eltern und ihre Familien ausgesetzt sind, erscheint als notwendige gesellschaftliche und politische Aufgabe, bei deren Bewältigung aus sozialpsychologischer Sicht sowohl Aufklärungsprogramme und Gleichstellungsstellen als auch gesetzgeberische Maßnahmen einen wichtigen Beitrag leisten können.


PDF-Format Das Multilaterale Abkommen über Investitionen (1999)

Mit den Verhandlungen über ein Multilaterales Abkommen über Investitionen innerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD wurde in den Jahren 1995 bis 1998 der Versuch unternommen, erstmals einen umfassenden internationalen Vertrag über den Schutz und die Liberalisierung von Auslandsinvestitionen auszuhandeln. Das MAI hätte eine weitere wichtige Säule neben weltwirtschaftlichen Organisationen und Instrumenten wie der Welthandelsorganisation WTO und dem Internationalen Währungsfond IWF bilden können. Im Dezember 1998 wurden die Verhandlungen innerhalb der OECD jedoch aufgrund zwischenstaatlicher Differenzen, vor allem jedoch wegen des massiven Widerstands in der Öffentlichkeit der verhandlungsführenden Staaten eingestellt. In der vorliegenden Arbeit geht es einerseits darum, den Hintergrund und die Ursachen dieses Scheiterns aus politikwissenschaftlicher Sicht zu beleuchten. Außerdem werden Ansatzpunkte für Alternativen zum MAI herausgearbeitet.


Dr. Andreas Heimlich, Berlin
http://www.heimb.de